Nachlese zu Auf vielen Wegen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus CMO

Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 2: Zeile 2:


== Kommentar ==
== Kommentar ==
Die thematische Vielgestaltigkeit der Bücher {{Kap|Auf vielen Wegen}} und {{Kap|Ich und die Welt}} erschwert eine "Nachlese" im Sinn einer Auslese aus Morgensterns lyrischem Nachlaß, so wie sie sich für {{Kap|In Phantas Schloss}} und {{Kap|Ein Sommer}} ohne weiteres ergibt. Es wäre denkbar, hier im wesentlichen alles einzuschieben, was nach Phanta in Morgensterns ersten Berliner Jahren an ernster Lyrik entstanden ist. Das würde erdrückend wirken innerhalb der Folge von Morgensterns schmalen Versbüchern. Abgesehen davon, daß in der vorliegenden Ausgabe der Nachlaß in kritischer Auswahl dargeboten wird, wurde ein Prinzip angewandt, das dem Charakter der einzelnen Bände gerechter zu werden verspricht. Für {{Kap|Auf vielen Wegen}} wurde eine Reihe Gedichte aus den Jahren 1895-97 ausgewählt, meist aus dem Nachlaßband {{Kap|Mensch Wanderer (1927)}}, die in Motiv und Idee an manches aus den von Morgenstern veröffentlichten frühen Büchern anklingen. Eine echte "Nachlese" zu {{Kap|Auf vielen Wegen}} stellen die Gedichte aus dem Zyklus {{Kap|Träume}} dar, die Μ in einer Zeitschrift veröffentlicht, aber nicht in sein Buch aufgenommen hat. In einem Fall ({{Kap|Die Dominante}}) bringen wir zu einem Gedicht die stark differierende Urfassung. Für viele Texte aus {{Kap|Mensch Wanderer}} ist keine Originalhandschrift Morgensterns nachweisbar. In solchen Fällen muß der von der Witwe des Dichters in dem Nachlaßband publizierte Text als authentisch gelten.
Die thematische Vielgestaltigkeit der Bücher {{Kap|Auf vielen Wegen}} und {{Kap|Ich und die Welt}} erschwert eine „Nachlese“ im Sinn einer Auslese aus Morgensterns lyrischem Nachlaß, wie sie sich für {{Kap|In Phantas Schloss}} und {{Kap|Ein Sommer}} ohne weiteres ergibt. Man könnte zwar im wesentlichen alles einschieben, was nach Phanta in Morgensterns ersten Berliner Jahren an ernster Lyrik entstanden ist; das würde innerhalb der Folge der schmalen Versbücher jedoch erdrückend wirken. Daher wurde - im Rahmen einer kritischen Auswahl - ein Prinzip angewandt, das dem Charakter der einzelnen Bände gerechter wird: Für {{Kap|Auf vielen Wegen}} wurden Gedichte aus den Jahren 1895-97 ausgewählt, meist aus dem Nachlaßband {{Kap|Mensch Wanderer}} (1927), die in Motiv und Idee an frühe veröffentlichte Bücher anknüpfen. Die eigentliche „Nachlese“ zu {{Kap|Auf vielen Wegen}} bilden die Gedichte aus dem Zyklus {{Kap|Träume}}, die Μ in einer Zeitschrift veröffentlichte, aber nicht ins Buch aufgenommen hat. In einem Fall ({{Kap|Die Dominante}}) wird zusätzlich die stark abweichende Urfassung geboten. Für viele Texte aus {{Kap|Mensch Wanderer}} ist keine Originalhandschrift nachweisbar; dann gilt der von der Dichterwitwe publizierte Text als authentisch.

Aktuelle Version vom 15. Februar 2026, 08:07 Uhr

Lyrik | Nachlese zu Auf vielen Wegen
Träume: Herrlich lebt es sich im Traum oT | Der häßliche Zwerg | Die fliegenden Hyänen | Im Himmel | Sei es nun genug der Träume oT

Ich stamm aus glücklichem Geschlechte her oT | Es klingt die Nacht in süßen Tönen oT | Wie oft, wenn aus Konzert-, aus Bildersälen oT | War das die Liebe... | Süße Überredung | Ich küsse dich, zitternde Mädchenseele oT | Dichters Rückkehr | Meine Morgenseele ist eitel Gesang oT | Deine Augen glühen durch das Dunkel oT | Ich bin ein Mensch von rechter Vogelart oT | Selbstbefreiung | Musikalischer Eindruck | Im Traum hat sich mir heut enthüllt oT | Wenn du den Weg zur Tiefe gehst oT | Ein Heiliges kommt über mich oT | So ist mir’s immer, immerdar oT | Meine Kunst | Wie schwür’ ich gern oT | Vor einer Sendung Birnen | Eine bitterböse Unke oT | Der Kompromissler | Die Dominante | Gesicht


Kommentar

Die thematische Vielgestaltigkeit der Bücher Auf vielen Wegen und Ich und die Welt erschwert eine „Nachlese“ im Sinn einer Auslese aus Morgensterns lyrischem Nachlaß, wie sie sich für In Phantas Schloss und Ein Sommer ohne weiteres ergibt. Man könnte zwar im wesentlichen alles einschieben, was nach Phanta in Morgensterns ersten Berliner Jahren an ernster Lyrik entstanden ist; das würde innerhalb der Folge der schmalen Versbücher jedoch erdrückend wirken. Daher wurde - im Rahmen einer kritischen Auswahl - ein Prinzip angewandt, das dem Charakter der einzelnen Bände gerechter wird: Für Auf vielen Wegen wurden Gedichte aus den Jahren 1895-97 ausgewählt, meist aus dem Nachlaßband Mensch Wanderer (1927), die in Motiv und Idee an frühe veröffentlichte Bücher anknüpfen. Die eigentliche „Nachlese“ zu Auf vielen Wegen bilden die Gedichte aus dem Zyklus Träume, die Μ in einer Zeitschrift veröffentlichte, aber nicht ins Buch aufgenommen hat. In einem Fall (Die Dominante) wird zusätzlich die stark abweichende Urfassung geboten. Für viele Texte aus Mensch Wanderer ist keine Originalhandschrift nachweisbar; dann gilt der von der Dichterwitwe publizierte Text als authentisch.