Wie oft, wenn aus Konzert-, aus Bildersälen oT
Aus CMO
Wie oft, wenn aus Konzert-, aus Bildersälen,
wenn aus Theatern ich ins Freie trat,
hab’ ich die Brust tiefatmend ausgedehnt,
die Arme weit wie Flügel ausgebreitet,
5 als wär’ ich müd’ des Kunst-, des Menschenwerks
und möchte wieder heimfliehn zur Natur.
So will auch eurer keinem ich’s verdenken,
wenn ihm von meinen Liedern sich sein Blick
hinweg verliert - durchs Fenster - in die Ferne,
10 wenn er vielleicht ihn an die Wolken hängt,
wenn er ihn sättigt an dem Grün der Bäume,
wenn ihm vielleicht ein Nachtigallenruf
die Seele selbst mit süßer Dichtung füllt - -
Und seht! nun leg’ ich selbst die Feder nieder
15 und aus dem kleinen Fenster der Mansarde
lehn’ ich hinaus mich in den jungen Lenz.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Nachlese zu Auf vielen Wegen |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | – |
| Textanfang | Wie oft, wenn aus Konzert-, aus Bildersälen |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 197, 198 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 841 |
| Überlieferung | Einzelblatt, handschriftlich, im Nachlaß |
| Datierung | 8. März 1895 |
| Erstdruck | Mensch Wanderer (1927) S. 28 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-04-0008 |