So stark empfand ich’s niemals oT
Aus CMO
So stark empfand ich's niemals noch denn eben,
als ich im Zug der Stadt entgegenfuhr,
wie wir kein einzig Ziel uns selber geben,
unfreie Kinder der Natur.
Ich hätte mich in diesen Zug gesetzt -
5aus freiem Willen, Vorsatz und Entschluß?
Nein, wenn ich's nie gefühlt, ich fühlte jetzt:
Dies alles ist ein unergründlich Muß.
Wachstum ist alles, jeglicher Moment:
10wir wolln nicht, handeln nicht, - wir wachsen, sprossen!
Und selbst der Augenblick, der dies erkennt,
ist mit in diesem Ring beschlossen.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Nachlese zu Ich und die Welt |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | – |
| Textanfang | So stark empfand ich's niemals |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 301 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 880 |
| Überlieferung | T 1898-99-I, Bl. 20. Einzelblatt, handschriftlich, im Nachlaß. |
| Datierung | 1.6.1898 |
| Erstdruck | Mensch Wanderer (1927) S. 50. |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-06-0010 |