Der Tag und die Nacht
Aus CMO
Aus der Laube der Dämmerung,
drin sich der Tag und die Nacht
ein Weilchen geliebt,
scheucht ihn des Abends Ruf.
5 Aber die Nacht
eilt ihm nach...
Und wie sie dahinstürmt,
löst sich ihr herrliches Haar
und fällt...
10 Sie wankt,
bricht in die Knie -:
Weithin
hüllen die schwarzen Strähnen
die Erde.
15 Lange verharrt sie so
dunklen Grams.
Aber schon sehe ich
ihren Geliebten
wiederkehren
20 und der Vorsonnendämmerung
schweigende Laube
neuer Umarmungen
kurzem Entzücken
winken.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Auf vielen Wegen |
| Zyklus | Gedichte vermischten Inhalts |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Der Tag und die Nacht |
| Textanfang | Aus der Laube der Dämmerung |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 158, 159 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 827 |
| Überlieferung | Einzelblatt, handschriftlich, im Nachlaß |
| Datierung | – |
| Erstdruck | Auf vielen Wegen (1897), S. 81 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-03-0043 |