Das Narrenschiff
Das Narrenschiff war eine kurzlebige, aber bedeutsame illustrierte Wochenschrift für Satire, Humor und Dichtung, die zwischen 1898 und 1900 in Berlin erschien.
Geschichte und Profil
Die Zeitschrift wurde im Januar 1898 gegründet. Sie positionierte sich in der Tradition der literarischen Satire und grenzte sich durch ihren Fokus auf das Berliner und Münchener Geistesleben von rein politisch ausgerichteten Blättern ab. Ein wesentlicher Bestandteil waren lyrische Beiträge, oft in Form von Epigrammen oder kurzen Distichen, die das zeitgenössische Literaturschaffen kommentierten.
Der erste Jahrgang (1898) ist bibliographisch besonders relevant, da er Vorabdrucke bedeutender Werke der Wiener und Berliner Moderne enthielt (u. a. aus dem Umkreis von Ich und die Welt).
Bibliographische Daten
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Erscheinungszeitraum | 1898–1900 |
| Herausgeber | Hans von Gumppenberg (u. a.) |
| Erscheinungsort | Berlin |
| Periodizität | Wochenschrift |
| Inhalt | Satire, Lyrik, Illustrationen |
Relevanz für „Ich und die Welt“
In Heft 3 des ersten Jahrgangs (1898) erschien auf Seite 56 das Distichon Wir Lyriker.
Quellen
- Dietzel, Thomas / Knothe, Hans-Otto: Deutsche literarische Zeitschriften 1880–1945. Ein Repertorium. München: Saur 1988.