Zivilisatorisches/Volltext

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Zivilisatorisches

Ein Fisch schrieb jüngst in seinem Blatt: "Ich bin des trocknen Tons nun satt. Ich will (als einer nur von vielen) zwei Hände, um Klavier zu spielen. Tief in der Südsee lebt mit Brillen ein Molch, der tut uns wohl den Willen. Er teile das Rezept uns mit. Bad Westerland, Sylt. E. P. Schmidt.."

Das Blatt verließ die Druckerei. Der Hering las es wie der Hai. Fast jeder bis hinauf zum Wal empfand den Einfall als Skandal, ja, mehr als das, in seltner Einheit, als dekadentische Gemeinheit. (Alleinzig der Polyp sah jetzt, wozu er in die Welt gesetzt. Und schwamm herum, von Sinnen schier nach einem scheiternden Klavier.)

Der Molch indes mit spitzen Ohren hat seine Kundschaft nicht verloren: Er sandte Schmidten die Broschüre "Fischhände (später Manicüre) nur durch Gymnastik in drei Jahren". Da war nun alles zu erfahren. Man sieht, wie da in Westerland zum Menschen noch der Fisch entbrannt: die Wunder der Natur, der wilden, kulturgemäß hinaufzubilden.