Der Zwi/Volltext
Der Zwi
Er war ein wunderlicher Tropf. Er hatte außer seinem Kopf noch einen zweiten Kopf, am Knie, weshalb man ihn auch hieß: den Zwi.
Was Essen, Trinken, Liebe, Schlaf, kurz, das Gewöhnliche betraf, vertrug das Paar sich höchst bequem nach alphabetischem System.
Mehr wert indessen war, wie es des Denkens göttlichen Prozeß zum allgemeinen Wohl der Welt in der Erkenntnis Dienst gestellt.
Es gab sich nämlich klar und schlicht von jeder Impression Bericht, die es - und zwar vom selben Ding - im respektiven Hirn empfing.
Z. B. las das Schädelpaar ein Buch (im Doppelexemplar), so fand sofort nach jedem Blatt ein Dialog (nach Platon) statt.
Ein andermal geht unser Held mit zwei Bananen über Feld, bis er auf einem Meilenstein hinsitzt mit überschlagnem Bein.
Er ißt, und kaum er ausgespeist, interpretiert zweimal sein Geist den Hunger, der so süß gestillt, verdoppelnd des Genusses Bild.
Unglaublich und absonderlich! Ein Körper, denkt euch, und zwei Ich! Ein Mensch, der selbst sich duzt, ein Mann, der Aug' in Aug' sich sitzen kann!!