Und mich zog die lange Gasse oT
Aus CMO
Und mich zog die lange Gasse weiter.
Endlosen Fensterreihn entscholl es,
mir nur hörbar, dumpf und unablässig,
wie von Stöhnen. Weinen, Weherufen.
Sieche, Krüppel. Giftige, Zersetzte
5 nährten dort des Lebens arme Flämmchen,
hofften, rafften sich von Tag zu Tage,
bis des Todes Weisheit endlich siegte.
Wie sie so in weißen Kissen wachten...
Opfer ihrer Herkunft, ihres Standes,
10 ihrer Gierden, ihrer Dienst’ und Taten,
ihrer Mitwelt, die sie stieß und hemmte!
Wie die bleichen Händ’ anklagend winkten!
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Auf vielen Wegen |
| Zyklus | Eine Großstadt-Wanderung |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | – |
| Textanfang | Und mich zog die lange Gasse weiter. |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 141 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 823-824 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | – |
| Erstdruck | Auf vielen Wegen (1897), S. 50 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-03-0029 |