Eine lange Gasse war mein Nachtweg oT
Aus CMO
Eine lange Gasse war mein Nachtweg.
Vor mir schalt ein Kerl mit seiner Dirne,
hohl zerbrach der Hall am Wall der Wände.
Nun ein kurzer Kampf - und gellend schreiend
5 floh das Weib den Weg an mir vorüber.
Aus dem Dämmer tauchten, wie dem Boden
jäh entwachsen, drohende Gestalten,
Pfiffe schrillten, schwere Tritte trabten,
Flüche zischten: Fort! die Polizisten!
10 Und im Nu von Nacht verschlungen alles.
Wimmern noch... Geworfne Türen... Stille...
Ausgestorben schien der ganze Stadtteil.
Rot und trübe kämpften die Laternen.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Auf vielen Wegen |
| Zyklus | Eine Großstadt-Wanderung |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | – |
| Textanfang | Eine lange Gasse war mein Nachtweg. |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 140 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 823 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | – |
| Erstdruck | Auf vielen Wegen (1897), S. 47. |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-03-0026 |