Nachlese zu Auf vielen Wegen

Aus CMO
Lyrik | Nachlese zu Auf vielen Wegen
Träume: Herrlich lebt es sich im Traum oT | Der häßliche Zwerg | Die fliegenden Hyänen | Im Himmel | Sei es nun genug der Träume oT

Ich stamm aus glücklichem Geschlechte her oT | Es klingt die Nacht in süßen Tönen oT | Wie oft, wenn aus Konzert-, aus Bildersälen oT | War das die Liebe... | Süße Überredung | Ich küsse dich, zitternde Mädchenseele oT | Dichters Rückkehr | Meine Morgenseele ist eitel Gesang oT | Deine Augen glühen durch das Dunkel oT | Ich bin ein Mensch von rechter Vogelart oT | Selbstbefreiung | Musikalischer Eindruck | Im Traum hat sich mir heut enthüllt oT | Wenn du den Weg zur Tiefe gehst oT | Ein Heiliges kommt über mich oT | So ist mir’s immer, immerdar oT | Meine Kunst | Wie schwür’ ich gern oT | Vor einer Sendung Birnen | Eine bitterböse Unke oT | Der Kompromissler | Die Dominante | Gesicht


Kommentar

Die thematische Vielgestaltigkeit der Bücher Auf vielen Wegen und Ich und die Welt erschwert eine "Nachlese" im Sinn einer Auslese aus Morgensterns lyrischem Nachlaß, so wie sie sich für In Phantas Schloss und Ein Sommer ohne weiteres ergibt. Es wäre denkbar, hier im wesentlichen alles einzuschieben, was nach Phanta in Morgensterns ersten Berliner Jahren an ernster Lyrik entstanden ist. Das würde erdrückend wirken innerhalb der Folge von Morgensterns schmalen Versbüchern. Abgesehen davon, daß in der vorliegenden Ausgabe der Nachlaß in kritischer Auswahl dargeboten wird, wurde ein Prinzip angewandt, das dem Charakter der einzelnen Bände gerechter zu werden verspricht. Für Auf vielen Wegen wurde eine Reihe Gedichte aus den Jahren 1895-97 ausgewählt, meist aus dem Nachlaßband Mensch Wanderer (1927), die in Motiv und Idee an manches aus den von Morgenstern veröffentlichten frühen Büchern anklingen. Eine echte "Nachlese" zu Auf vielen Wegen stellen die Gedichte aus dem Zyklus Träume dar, die Μ in einer Zeitschrift veröffentlicht, aber nicht in sein Buch aufgenommen hat. In einem Fall (Die Dominante) bringen wir zu einem Gedicht die stark differierende Urfassung. Für viele Texte aus Mensch Wanderer ist keine Originalhandschrift Morgensterns nachweisbar. In solchen Fällen muß der von der Witwe des Dichters in dem Nachlaßband publizierte Text als authentisch gelten.