Am stillen Waldteich oT/Volltext
Am stillen Waldteich ruht Pan und stimmt die Unken nach seiner Flöte. Die Nichtsänger planen inzwischen in der Mitte des Sees eine große Überraschung. Zum Grund hinab taucht die ganze Gesellschaft. Endlich hört man sie wieder nach oben pusten. Das Wasser zittert, und eine goldene Kugel beträchtlichen Umfangs hebt sich ein wenig über die Flut. Langsam tragen mit arger Mühe die unterseeischen Schwimmer den Ball zum Ufer bis vor die Füße des flötenden Pans. Verwundert endet der Gott sein Spiel und erhebt sich, das Kleinod zu greifen. Da streift sein Auge zufällig den Himmel. Zusammenzuckend legt er den Finger auf den Mund und weist stumm nach oben. Und die Unken brechen ab und glotzen starr nach oben. Totenstille. · · · · · · · · · · · Die Schwimmer unten harren vergeblich auf Pans Beifall. Betrübt lassen zuletzt die Last sie los und tauchen empor. Die Kugel sinkt und mit ihr verschwindet ihr himmlisches Spiegelbild. Da stehn sie nun, die Anstifter in ihren grünen Schwimmhosen, und bitten um Auskunft—: Und tausendstimmig wird ihnen Antwort.