Die Glocke/Volltext

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Die Glocke

Werbokken in Werbokknen war ganz aus Käs gemacht, aus weichem und aus trocknem, seit jener großen Schlacht -

womit das Volk der Maden den heiligen Krieg beendet und sich durch Gottes Gnaden dem Käse zugewendet.

Nur eine einzige Glocke verblieb dabei dem Haufen: Vermöge ihres Käses begann sie wegzulaufen.

Es war die Käseglocke, die Glocke Çekesla. [Nicht lang, so hing sie klingend dem Chor der Sterne nah.] [?]

Denn zärtlich ward derselben ein Dom getürmt empor aus weißem und aus gelbem und aus grünem Käsmarmor.

Der Klöppel ward gedrechselt aus einem Ziegenkäs, den man im Grab gefunden von einem alten Knäs.

Das Läutseil ward geflochten aus seidnem Parmesan, und tausend Käseglöckner zogen tagtäglich daran.

Und hunderttausend Maden nachts allsonntäglich erflehten Gottes Gnaden herab auf sich und dich.

Doch eines Tages sprang sie aus ihrem Stuhl und - zer! Seitdem gibt's in Werbokknen wohl keine Glocke mehr.

Seit jenem Tage ward es ein Land ganz ohne Ruhm und sank samt seinem Käse zurück ins Heidentum.