Mittag-Stille/Volltext

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Mittag-Stille

In der blauen Mittag-Stille stehn die Föhren ohne Regung: hält des Windes wilder Wille einmal nicht sie in Bewegung? Wie sie dem Gebieter grollen, der sie Tag und Nacht ohn’ Ende zwingt, Gehorsam ihm zu zollen, Flüsterlob und Wohlduft-Spende!

Und sie rühren keine Nadel, träumen stumm ins blaue Schweigen; selber ihren Groll und Tadel haben sie nicht Lust zu zeigen; kurzes Spechtgeklopf umlärmt sie, Brummvolk summt nach süßem Lohne, tiefes Wohlgefühl durchwärmt sie von der Wurzel bis zur Krone.