Das Ende/Volltext

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Jahrhunderttausende durchmißt mein Geist... Verwandelt ist der Erde Angesicht, der Menschheit letzte Horde tief vergreist.

Kaum bricht durch Wolken mehr das hebe Licht. "Wie alt sind wohl die Menschen?" fragt ein Kind den Vater. Und ich höre, wie der spricht:

"So alt, mein Liebling, als die Sterne sind!" "Was sind das, Sterne, Vater?" "Späh einmal, wenn nachts im Nebel wühlt der wilde Wind.

Vielleicht erspähst du einen stillen Strahl: Der kommt von Welten, die unendlich fern: Uralte Sagen rühmen ihre Zahl."

"Doch Vater, sprich, wie alt ist solch ein Stern: denn gleiches Alter gabst den Menschen du? " "Das, kleiner Frager, wüßt ich selber gern!

Sieh, Kind, zähl tausend Jahren tausend zu und abertausend, zähl solang du magst, - dein Hirnchen käme nimmermehr zur Ruh!

Kein Mund weiß Antwort dem, wonach du fragst: Denn keine Rechnung führt dahin zurück, daran neugierig du zu rühren wagst...

Doch alter Märchen weiß ich manches Stück - noch mehr die Mutter! Willst du? Geh hinein! (Oh Kinderherz mit deinem kurzen Glück!)"

Kaum ward es Tag, schon bricht die Nacht herein... Der Knabe läuft nach einem plumpen Bau... Im Aug’ des Mannes glimmt ein stierer Schein...

Ein tiefes Graun verwehrt mir weitre Schau.