Benutzer:UweS/Korffsche Nachrichten

Aus CMO

CMO Christian-Morgenstern-Online

Im Internet gibt es bis heute keine umfassende und strukturierte Quelle mit Morgensterntexten. Das Digitale-Christian-Morgenstern-Archiv (2004-15) war in der Zeit seines Bestehens die einzige entsprechende Anlaufstelle. Mit dem Versiegen dieser Quelle, war alles wieder beim alten.

Mit www.christian-morgenstern-online.de - CMO soll sich das ändern.

Mit der Kommentierten Ausgabe der Werke und Briefe Morgensterns, der sogenannten Stuttgarter Ausgabe entstand ... Mittlerweile sind, bis auf einen Teil der Werkgruppen Episches und Dramatisches und die Briefwechsel alle Werke Morgensterns gemeinfrei. Sie dürfen frei weiter verwendet werden. Um diesen Schatz nutzbar zu machen, genügt es aber nicht, die Texte einfach online zu stellen. Es musste eine neue Editionsform entstehen, die die Möglichkeiten der digitalen Onlinedarstellung nutzt und es ermöglicht Werk, Leben, Quellen und Rezeptionen miteinander zu verknüpfen um damit eine umfassende Darstellung Christian Morgensterns zu ermöglichen.

Um professionellen Ansprüchen zu genügen und Anschluss an die wissenschaftliche Welt zu bekommen muss Struktur und technische Realisation an literaturwissenschaftliche, archivarische und und museale Standards angepasst sein.

Der Motor der Onlineenzyklopädie Wikipedia ist eine Software, die besonders gut geeignet ist um Wissen einheitlich strukturiert darzustellen. Sie ist auch der Motor von CMO. Eine weitere Stufe ist die maschinelle Lesbarkeit, um dieses Wissen auswertbar zu machen. Es muss eine sogenannte semantische Ebene eingezogen werden. Diese heißt in diesem Fall Semantic MediaWiki (SMW). Sie wird statistische Auswertungen, stilistische Analysen, zeitliche Zuordnungen u.v.a.m. quer durch das ganze Werk ermöglichen.

In der Stuttgarter Ausgabe wurde eine Systematisierung von CMs Werk geschaffen, die vor allem in den Titeln der einzelnen Bänden sichtbar wird. Diese Systematik musste erweitert werden, um wirklich alle Bereiche CMs künstlerischen Wirkens zu erfassen.
Die zehn so entstandenen Werkgruppen sind Lyrik, Humoristische Lyrik, Episches, Dramatisches, Aphorismen, Kritische Schriften, Anzeigen, Briefwechsel, Übersetzungen und das bildnerische Werk.

Die Anzeigen, die CM als Lektor des Cassierer-Verlages für das Börsenblatte des deutschen Buchhandels verfasste gehen in ihrer Zählung in der Stuttgarter Ausgabe in den Briefwechseln auf. Die Übersetzungen werden in den Kommentaren zwar aufgeführt aber nicht systematisch dargestellt. CMs bildnerisches Werk wurde im materiellen zwar schon explizit gewürdigt (Ausstellung im CMLM 20..), wurde aber bis jetzt nirgendwo systematisch erfasst.

Durch die von den Herausgebern der Stuttgarter Ausgabe schon geleistete Arbeit ist es sinnvoll, diese als Quelle zu benutzen. Das empfielt sich in diesem Fall besonders, da 5 der Bände mittlerweile gemeinfrei sind. Damit stehen auch die Kommentare, die das eigentlich Salz in der Suppe sind, frei zur Verfügung.
Auf diese Weise kann eine digitale Edition CMs Werk entstehen

Parallel dazu wird es notwendig, die mehr als 3000 Exponate des Christian-Morgenstern-Literaturmuseums, systematisch zu erfassen und vor allem auch auswertbar zu machen. Einen Anfang gemacht hat Achim Risch mit einer Excel-Datei in der er ca. 2500 Exponate erfasst hat und nach seinem Wissen systematisiert hat. Um es in Verbindung mit der Systematik einer digitalen Morgenstern-Edition zu bringen, muss hier eine Systematisierung nach musealen und archivarischen Standards erfolgen.

Die Exemplare des Museums bilden vor allem die Seite der künstlerischen Rezeption des Morgensternschen Werkes ab, was sich vor allem in den vielen illustrierten Büchern und Vertonungen zeigt. Ein weiterer wichtiger Teil sind die wissenschaftlichen Rezeptionen, also alles was in klugen Sätzen über CM und sein Werk geschrieben wurde.

Da logischerweise CMs Werk in Beziehung zu seiner Biographie steht, wird auch diese systematisch aufbereitet, so dass nicht nur zeitliche sondern auch geografische Bezüge sichtbar gemacht werden können.

Morgenstern in Bad Grund (Harz) und wie ein Gedicht dabei gefunden wurde

Dass Morgenstern im August 1894 für drei Wochen in Grund (damals noch ohne Bad) weilte, verdankte er seinem Gesundheitszustand. Die Tuberkulose, die er von seiner Mutter quasi erbte, wirkte schon. Im Winter vorher gab es eine längere Zeit, die er in Berlin, seinem damaligen Wohnort, allein auf seinem Zimmer verbringen musste.

Im August 1894 weilte CM für drei Wochen in Grund (wie es dazu kam, dass er nach Grund kam konnte noch nicht ermittelt werden). Belannt war dieser Aufenthalt schon immer durch entsprechende Mitteilungen in verschiedenen Briefen. Aber genaueres war nicht bekannt.

Angeregt durch Ernst Kretschmers Morgenstern-Biografie Ein Wanderleben in ... begann die Ortschronistin Frau Petra Horn aus Bad Grund schon vor einigen Jahren im Ortsarchiv nachzuforschen, fand in einem alten Kurgastverzeichnis einen entsprechenden Eintrag und schrieb dazu einen Bericht. Ort und Zeit sind also genau bekannt. Ein genauerer Bericht zu Grund in jener Zeit wird einem späteren Beitrag in den Korffschen Nachrichten vorbehalten bleiben.

2012 erreichte Frau Horn die Anfrage eines Herrn, der Besitzer eines von Morgenstern geschriebenen Albumblattes war, mit der Frage ob sich Morgenstern zu dem auf dem Albumblatt vermerkten Datum in Grund aufgehalten habe. Das konnte Frau Horn bejahen.

In Grund wurden sogenannte Dilettantenabende i