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== Eine digitale Wissensplatform rund um Christian Morgenstern entsteht ==
== Eine digitale Wissensplattform rund um Christian Morgenstern entsteht ==
Seit über zwanzig Jahren gibt es online keine vernünftige umfassende strukturierte Quelle zu Morgensterntexten. Das Digitale-Christian-Morgenstern-Archiv war in der Zeit seines Bestehens die einzige entsprechende Anlaufstelle. Mit dem Versiegen dieser Quelle, war alles wieder beim alten. Das soll sich nun ändern.<br>
Im Internet gibt es bis heute keine vernünftige umfassende strukturierte Quelle zu Morgensterntexten. Das Digitale-Christian-Morgenstern-Archiv war in der Zeit seines Bestehens die einzige entsprechende Anlaufstelle. Mit dem Versiegen dieser Quelle, war alles wieder beim alten. Das ändert sich gerade.<br>
Christian-Morgenstern-Online (CMO) entsteht (www.christian-morgenstern-online.de)
Christian-Morgenstern-Online (CMO) entsteht (www.christian-morgenstern-online.de).


In Verbindung mit dem inzwischen entstandenen Christian-Morgenstern-Literaturmuseum (CMLM) und der Christian-Morgenstern-Gesellschaft (CMG) sind die Ansprüche an Professionalität und Anschluss an die wissenschaftliche Welt dazu gekommen.
Um professionellen Ansprüchen zu genügen und Anschluss an die wissenschaftliche Welt zu bekommen muss Struktur und technische Realisation an literaturwissenschaftliche, archivarische und und museale Standards angepasst sein.


Die Quellenlage ist ausgezeichnet. Von den 9 Bänden der Stuttgarter Ausgabe sind mittlerweile 5 gemeinfrei. Das heißt, dass alle neu edierten Texte inklusive der Kommentare, die ja das eigentliche Salz in der Suppe sind, dieser 5 Bände frei verwendet werden dürfen.
Sie kennen die Onlineenzyklopädie Wikipedia? Der Motor mit dem diese Riesenmaschine (so möchte ich es in einer Analogie nennen) wirklich sehr gut läuft, heißt MediaWiki (MW). Sie ist besonders gut geeignet um Wissen einheitlich strukturiert darzustellen. Sie ist auch der Motor von CMO. Um dieses Wissen weiterhin wissenschaftlich auswertbar zu machen muss es maschinenlesbar gemacht werden. Es muss eine sogenannte semantische Ebene eingezogen werden. Diese heißt in diesem Fall Semantic MediaWiki (SMW). Sie wird statistische Auswertungen, stilistische Analysen, zeitliche Zuordnungen u.v.a.m. quer durch das ganze Werk ermöglichen.


Sie kennen die Onlineenzyklopädie Wikipedia? Der Motor mit dem diese Riesenmaschine (so möchte ich es in einer Analogie nennen) wirklich sehr gut läuft, heißt MediaWiki (MW). Sie ist besonders gut geeignet um Wissen einheitlich strukturiert darzustellen. Sie ist auch der Motor von CMO. Um dieses Wissen wissenschaftlich auswertbar zu machen muss es maschinenlesbar gemacht werden. Es muss eine sogenannte semantische Ebene eingezogen werden. Diese heißt in diesem Fall Semantic MediaWiki (SMW). Sie wird statistische Auswertungen, stilistische Analysen, zeitliche Zuordnungen quer durch das ganze Werk ermöglichen.
In der Stuttgarter Ausgabe wurde eine Systematisierung von CMs Werk geschaffen, die vor allem in den Titeln der einzelnen Bänden sichtbar wird. Diese Systematik musste erweitert werden, um wirklich alle Bereiche CMs künstlerischen Wirkens zu erfassen.<br>
Die zehn so entstandenen Werkgruppen sind Lyrik, Humoristische Lyrik, Episches, Dramatisches, Aphorismen, Kritische Schriften, Anzeigen, Briefwechsel, Übersetzungen und das bildnerische Werk.


In der Stuttgarter Ausgabe wurde eine Systematisierung von CMs Werk geschaffen, die vor allem in den Titeln der einzelnen Bänden sichtbar wird. Diese Systematik wurde erweiter, so dass jetzt  
Die Anzeigen, die CM als Lektor des Cassierer-Verlages für das Börsenblatte des deutschen Buchhandels verfasste gehen in ihrer Zählung in der Stuttgarter Ausgabe in den Briefwechseln auf. Die Übersetzungen werden in den Kommentaren zwar aufgeführt aber nicht systematisch behandelt. CMs bildnerisches wurde im materiellen zwar schon explizit gewürdigt (Ausstellung im CMLM 20..), sind aber bis jetzt nirgendwo systematisch erfasst worden.


Durch die von den Herausgebern der Stuttgarter Ausgabe schon geleistete Arbeit ist es sinnvoll, diese als Quelle zu benutzen. Das empfielt sich in diesem Fall besonders, da 5 der Bände mittlerweile gemeinfrei sind. Damit stehen auch die Kommentare, die das eigentlich Salz in der Suppe sind, frei zur Verfügung.<br>
Auf diese Weise kann eine digitale Edition CMs Werk entstehen


Parallel dazu wird es notwendig, die mehr als 3000 Exponate des Christian-Morgenstern-Literaturmuseums, systematisch zu erfassen und vor allem auch auswertbar zu machen. Einen Anfang gemacht hat Achim Risch mit einer Excel-Datei in der er ca. 2500 Exponate erfasst hat und nach seinem Wissen systematisiert hat. Um es in Verbindung mit der Systematik einer digitalen Morgenstern-Edition zu bringen, muss  hier eine Systematisierung nach musealen und archivarischen Standards erfolgen.


Es sind die Werkgruppen Lyrik, Humoristische Lyrik, Episches, Dramatisches, Aphorismen, Kritische Schriften und die Briefe bzw. Briefwechsel. Etwas versteckt und mit ihrer Nummerierung in den Briefbänden eingefügt, gibt es noch die Anzeigen, die CM während seiner Arbeit als Lektor beim Cassierer-Verlag für das Börsenblatt des deutschen Buchhandels verfasste. Zwar in den Kommentaren erwähnt aber nicht als extra Werkgruppe geführt, wird CMs Übersetzungswerk. Und zuguterletzt gibt es keinerlei systematische Erfassung des bildnerischen Werkes CMs. Dieses bildet aber ebenfalls eine eigene zu berücksichtigende Werkgruppe.
Die Exemplare des Museums bilden vor allem die Seite der künstlerischen Rezeption des Morgensternschen Werkes ab, was sich vor allem in den vielen illustrierten Büchern und Vertonungen zeigt. Ein weiterer wichtiger Teil sind die wissenschaftlichen Rezeptionen, also alles was in klugen Sätzen über CM und sein Werk geschrieben wurde.


Diese Betrachtung in Ergänzung mit den nach 2018 gehobenen Werken erweitert durch die Möglichkeiten einer digitalen Erfassung und vor allem einer datenbankgestützten Analyse, statistischen Abfragen, Darstellung übergreifender zeitlicher Zusammenhänge uvm.machen es sogar notwendig, eine digitale Edition zu schaffen. Dieser Aufgabe widme ich mich seit Sommer letzten Jahres und die Ergebnisse sind unter www.christian-morgenstern-online.de (CMO) zu finden.
Da logischerweise CMs Werk in Beziehung zu seiner Biographie steht, wird auch diese systematisch aufbereitet, so dass nicht nur zeitliche sondern auch geografische Bezüge sichtbar gemacht werden können.
 
Parallel dazu wird es notwendig, die mehr als 3000 Exponate des Christian-Morgenstern-Literaturmuseums, systematisch zu erfassen und vor allem auch auswertbar zu machen. Einen Anfang gemacht hat Achim Risch mit einer Excel-Datei in der er ca. 2500 Exponate erfasst hat und nach seinem Wissen systematisiert hat. Um es in Verbindung mit der Systematik einer digitalen Morgenstern-Edition zu bringen, muss auch hier eine Systematisierung nach musealen, archivarischen Standards erfolgen. Daran wird gearbeitet.
 
Die Exemplare des Museums bilden vor allem die Seite der künstlerischen Rezeption des Morgensternschen Werkes ab, was sich vor allem in vielen illustrierten Büchern und  den vielen Vertonungen zeigt. Ein weiterer wichtiger Teil sind die wissenschaftlichen Rezeptionen, also alles was in klugen Sätzen über CM und sein Werk geschrieben wurde.
 
Neben Werk und Rezeptionen soll auch d

Version vom 5. November 2025, 02:16 Uhr

Eine digitale Wissensplattform rund um Christian Morgenstern entsteht

Im Internet gibt es bis heute keine vernünftige umfassende strukturierte Quelle zu Morgensterntexten. Das Digitale-Christian-Morgenstern-Archiv war in der Zeit seines Bestehens die einzige entsprechende Anlaufstelle. Mit dem Versiegen dieser Quelle, war alles wieder beim alten. Das ändert sich gerade.
Christian-Morgenstern-Online (CMO) entsteht (www.christian-morgenstern-online.de).

Um professionellen Ansprüchen zu genügen und Anschluss an die wissenschaftliche Welt zu bekommen muss Struktur und technische Realisation an literaturwissenschaftliche, archivarische und und museale Standards angepasst sein.

Sie kennen die Onlineenzyklopädie Wikipedia? Der Motor mit dem diese Riesenmaschine (so möchte ich es in einer Analogie nennen) wirklich sehr gut läuft, heißt MediaWiki (MW). Sie ist besonders gut geeignet um Wissen einheitlich strukturiert darzustellen. Sie ist auch der Motor von CMO. Um dieses Wissen weiterhin wissenschaftlich auswertbar zu machen muss es maschinenlesbar gemacht werden. Es muss eine sogenannte semantische Ebene eingezogen werden. Diese heißt in diesem Fall Semantic MediaWiki (SMW). Sie wird statistische Auswertungen, stilistische Analysen, zeitliche Zuordnungen u.v.a.m. quer durch das ganze Werk ermöglichen.

In der Stuttgarter Ausgabe wurde eine Systematisierung von CMs Werk geschaffen, die vor allem in den Titeln der einzelnen Bänden sichtbar wird. Diese Systematik musste erweitert werden, um wirklich alle Bereiche CMs künstlerischen Wirkens zu erfassen.
Die zehn so entstandenen Werkgruppen sind Lyrik, Humoristische Lyrik, Episches, Dramatisches, Aphorismen, Kritische Schriften, Anzeigen, Briefwechsel, Übersetzungen und das bildnerische Werk.

Die Anzeigen, die CM als Lektor des Cassierer-Verlages für das Börsenblatte des deutschen Buchhandels verfasste gehen in ihrer Zählung in der Stuttgarter Ausgabe in den Briefwechseln auf. Die Übersetzungen werden in den Kommentaren zwar aufgeführt aber nicht systematisch behandelt. CMs bildnerisches wurde im materiellen zwar schon explizit gewürdigt (Ausstellung im CMLM 20..), sind aber bis jetzt nirgendwo systematisch erfasst worden.

Durch die von den Herausgebern der Stuttgarter Ausgabe schon geleistete Arbeit ist es sinnvoll, diese als Quelle zu benutzen. Das empfielt sich in diesem Fall besonders, da 5 der Bände mittlerweile gemeinfrei sind. Damit stehen auch die Kommentare, die das eigentlich Salz in der Suppe sind, frei zur Verfügung.
Auf diese Weise kann eine digitale Edition CMs Werk entstehen

Parallel dazu wird es notwendig, die mehr als 3000 Exponate des Christian-Morgenstern-Literaturmuseums, systematisch zu erfassen und vor allem auch auswertbar zu machen. Einen Anfang gemacht hat Achim Risch mit einer Excel-Datei in der er ca. 2500 Exponate erfasst hat und nach seinem Wissen systematisiert hat. Um es in Verbindung mit der Systematik einer digitalen Morgenstern-Edition zu bringen, muss hier eine Systematisierung nach musealen und archivarischen Standards erfolgen.

Die Exemplare des Museums bilden vor allem die Seite der künstlerischen Rezeption des Morgensternschen Werkes ab, was sich vor allem in den vielen illustrierten Büchern und Vertonungen zeigt. Ein weiterer wichtiger Teil sind die wissenschaftlichen Rezeptionen, also alles was in klugen Sätzen über CM und sein Werk geschrieben wurde.

Da logischerweise CMs Werk in Beziehung zu seiner Biographie steht, wird auch diese systematisch aufbereitet, so dass nicht nur zeitliche sondern auch geografische Bezüge sichtbar gemacht werden können.