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	<title>Liebeslied an Phanta/Volltext - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-21T23:21:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in CMO</subtitle>
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		<id>https://christian-morgenstern-online.de/cmo/index.php?title=Liebeslied_an_Phanta/Volltext&amp;diff=7134&amp;oldid=prev</id>
		<title>UweS: Die Seite wurde neu angelegt: „Liebeslied an Phanta Phanta, traute Weggenossin, die du mich, den Menschen, freitest, die du, Jovis schönste Sprossin. mich zum Gast der Götter weihtest. goldne Blitzes-Saiten reih’ ich auf die graue Wolkengambe, deiner Lieb’ und Schönheit weih&#039; ich eine trunkne Dithyrambe.  Dunkle Straßen trat ich träumend, Schönheitsdurst im Jünglingsherzen, rings den irren Pfad umsäumend, Hackten Glaubens-Weihrauchkerzen, brannten frommer Ideale märumrankt…“</title>
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		<updated>2025-12-22T05:58:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Liebeslied an Phanta Phanta, traute Weggenossin, die du mich, den Menschen, freitest, die du, Jovis schönste Sprossin. mich zum Gast der Götter weihtest. goldne Blitzes-Saiten reih’ ich auf die graue Wolkengambe, deiner Lieb’ und Schönheit weih&amp;#039; ich eine trunkne Dithyrambe.  Dunkle Straßen trat ich träumend, Schönheitsdurst im Jünglingsherzen, rings den irren Pfad umsäumend, Hackten Glaubens-Weihrauchkerzen, brannten frommer Ideale märumrankt…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Liebeslied an Phanta&lt;br /&gt;
Phanta, traute Weggenossin,&lt;br /&gt;
die du mich, den Menschen, freitest,&lt;br /&gt;
die du, Jovis schönste Sprossin.&lt;br /&gt;
mich zum Gast der Götter weihtest.&lt;br /&gt;
goldne Blitzes-Saiten reih’ ich&lt;br /&gt;
auf die graue Wolkengambe,&lt;br /&gt;
deiner Lieb’ und Schönheit weih&amp;#039; ich&lt;br /&gt;
eine trunkne Dithyrambe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dunkle Straßen trat ich träumend,&lt;br /&gt;
Schönheitsdurst im Jünglingsherzen,&lt;br /&gt;
rings den irren Pfad umsäumend,&lt;br /&gt;
Hackten Glaubens-Weihrauchkerzen,&lt;br /&gt;
brannten frommer Ideale&lt;br /&gt;
märumrankte Wegaltäre -&lt;br /&gt;
Mondbewohner Teiche Schale&lt;br /&gt;
trank der Schwermut heiße Zähre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber mocht’ an all den Giften&lt;br /&gt;
mein Gemüt sich süß berauschen,&lt;br /&gt;
klomm ich doch zu höhren Triften,&lt;br /&gt;
kaltem Sturmwort scheu zu lauschen.&lt;br /&gt;
Und er wandte nicht vergebens&lt;br /&gt;
an das Kind sein rauhes Prahlen&lt;br /&gt;
von des wahren Erdenlebens&lt;br /&gt;
heißer Lust und wilden Qualen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nieder stieg zu Tal ich wieder,&lt;br /&gt;
sang Valet dem Märchenschimmer,&lt;br /&gt;
hing mein Ränzel um die Glieder&lt;br /&gt;
und verließ das Tal auf immer,&lt;br /&gt;
um in unbekannte Fernen&lt;br /&gt;
hoffnungsbang den Schritt zu tragen.&lt;br /&gt;
an unzähligen Zisternen nach der Wahrheit Trank zu fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch mir log der Bronnen Klarheit,&lt;br /&gt;
machte mir das Herz nicht heiter.&lt;br /&gt;
Wahrheit!? rief ich, was ist Wahrheit? -:&lt;br /&gt;
Ward getäuscht und irrte weiter,&lt;br /&gt;
bis den eigenen Schmerzgedanken&lt;br /&gt;
alles ward zu Schmerz und Leide&lt;br /&gt;
und Umdüstrung ihre Pranken&lt;br /&gt;
schlug in meine Eingeweide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals war’s, daß müd vom Streiten&lt;br /&gt;
ich erlag der Zweifel Meute.&lt;br /&gt;
Weibischen Empfindsamkeiten&lt;br /&gt;
leichte, preisgegebne Beute,&lt;br /&gt;
sang ich in versungnen Weisen&lt;br /&gt;
unfruchtbare Wehgefühle,&lt;br /&gt;
tappend in des Alltags Gleisen,&lt;br /&gt;
tief im Herdenvolk-Gewühle.&lt;br /&gt;
Und ein zweites &amp;quot;damals&amp;quot; tagte,&lt;br /&gt;
als ich dich zuerst erschaute,&lt;br /&gt;
Sehnsucht und Begeistrung jagte&lt;br /&gt;
wie ein Sturm durch meine Laute.&lt;br /&gt;
In dem Buch des Lebens las ich,&lt;br /&gt;
ein erkorner Eingeweihter,&lt;br /&gt;
nicht am Fuße nur mehr saß ich&lt;br /&gt;
der ersehnten Himmelsleiter.&lt;br /&gt;
Kosend strichst du mir die Stirne,&lt;br /&gt;
und mir ward so leicht und wonnig,&lt;br /&gt;
neues Sein in Herz und Hirne&lt;br /&gt;
stieg empor mir, morgensonnig.&lt;br /&gt;
So manchen Lebenstag schon säum’ ich,&lt;br /&gt;
an dich, mein herrlich Lieb, geschmiegt,&lt;br /&gt;
und wunderbare Träume träum’ ich,&lt;br /&gt;
wenn mir dein Arm im Nacken liegt.&lt;br /&gt;
So sah ich heut die Nacht durchschlagen&lt;br /&gt;
geschwinder Lohe breite Spur:&lt;br /&gt;
Es überstob auf goldnem Wagen&lt;br /&gt;
den Ball der Genius der Kultur.&lt;br /&gt;
Ein König, stolzen Angesichtes,&lt;br /&gt;
durchmaß er seiner Völker Reich,&lt;br /&gt;
es fiel der Purpur seines Lichtes&lt;br /&gt;
auf mancher Denkerstirne Bleich.&lt;br /&gt;
In hoch erhobner Rechten schwang er&lt;br /&gt;
der Wahrheit weißen Fackelbrand,&lt;br /&gt;
und göttliche Gesänge sang er,&lt;br /&gt;
ein Selierfürst, von Land zu Land.&lt;br /&gt;
Da warf ich mich im Traum, Geliebte,&lt;br /&gt;
auf dein geflügelt Götterroß&lt;br /&gt;
und spornt’ es, daß es Funken stiebte,&lt;br /&gt;
und wie ein Blitz die Nacht durchschoß,&lt;br /&gt;
bis daß es hart an der Quadrige&lt;br /&gt;
dampfend emporstieg und mein Schritt&lt;br /&gt;
hinübertrat [bricht ab]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UweS</name></author>
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