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	<title>Görlitzer Brief/Volltext - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-20T22:13:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in CMO</subtitle>
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		<title>UweS: Die Seite wurde neu angelegt: „Görlitzer Brief  Oh, das war schön, Herzbruder, lieber Freund, als wir die kalte, klare Weihenacht ausfuhren übers eingeschneite Land! Durchs Astgewirr der Pappelbäume brach der stillen Felder meilenweites Weiß; die Erde ward uns wieder einmal rund, und unser Geist ein Vogel über ihr. Die Pferde dampften, und mit ihrem Trab im Takte scholl das traute Schellenzeug; des Kutschers Riesenmantel flatterte, und holte seine Sensen-Geißel aus, so war es Kr…“</title>
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		<updated>2026-04-19T22:40:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Görlitzer Brief  Oh, das war schön, Herzbruder, lieber Freund, als wir die kalte, klare Weihenacht ausfuhren übers eingeschneite Land! Durchs Astgewirr der Pappelbäume brach der stillen Felder meilenweites Weiß; die Erde ward uns wieder einmal rund, und unser Geist ein Vogel über ihr. Die Pferde dampften, und mit ihrem Trab im Takte scholl das traute Schellenzeug; des Kutschers Riesenmantel flatterte, und holte seine Sensen-Geißel aus, so war es Kr…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Görlitzer Brief&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh, das war schön, Herzbruder, lieber Freund,&lt;br /&gt;
als wir die kalte, klare Weihenacht&lt;br /&gt;
ausfuhren übers eingeschneite Land!&lt;br /&gt;
Durchs Astgewirr der Pappelbäume brach&lt;br /&gt;
der stillen Felder meilenweites Weiß;&lt;br /&gt;
die Erde ward uns wieder einmal rund,&lt;br /&gt;
und unser Geist ein Vogel über ihr.&lt;br /&gt;
Die Pferde dampften, und mit ihrem Trab&lt;br /&gt;
im Takte scholl das traute Schellenzeug;&lt;br /&gt;
des Kutschers Riesenmantel flatterte,&lt;br /&gt;
und holte seine Sensen-Geißel aus,&lt;br /&gt;
so war es Kronos selber, der uns fuhr.&lt;br /&gt;
So saßen wir nachdenklich Seit’ an Seit’,&lt;br /&gt;
mit seiner jungen Hoffnung jeder still,&lt;br /&gt;
und jeder still mit seiner jungen Not.&lt;br /&gt;
Da plötzlich, als der Blick sich grenzenlos&lt;br /&gt;
auf Äcker öffnete - ein weißer Blitz -&lt;br /&gt;
ein blendend Meteor! - und wieder Nacht.&lt;br /&gt;
(Mir hat einmal ein Weib aus meiner Hand&lt;br /&gt;
den Lebenslauf des Meteors gesagt.)&lt;br /&gt;
Die Kälte schnitt, und knirschend sang der Schnee.&lt;br /&gt;
Wir wandten um, und als die alte Stadt&lt;br /&gt;
nun wieder näher kam, da glänzte hier&lt;br /&gt;
und glänzte dort ein baum-erhelltes Haus:&lt;br /&gt;
Es war mir wie ein tiefes, fernes Lied&lt;br /&gt;
von Erdenkinder Hoffen und Geduld -:&lt;br /&gt;
Ein bißchen Lieb’ und Licht, - und schon ein Fest! -&lt;br /&gt;
Doch freilich, wieviel Häuser lagen schwarz! -&lt;br /&gt;
Nun schlief die Ebne wieder hinter uns&lt;br /&gt;
mit ihrem ungeheuren Firmament, -&lt;br /&gt;
noch seh ich, wie die Sterne funkelten!&lt;br /&gt;
Oh, das war schön, Herzbruder, lieber Freund!&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UweS</name></author>
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