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	<title>Der häßliche Zwerg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-21T08:44:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in CMO</subtitle>
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		<id>https://christian-morgenstern-online.de/cmo/index.php?title=Der_h%C3%A4%C3%9Fliche_Zwerg&amp;diff=15169&amp;oldid=prev</id>
		<title>UweS: Die Seite wurde neu angelegt: „&lt;poem&gt; Ich wanderte, wer weiß, wie lange schon. Nun strich ich durch die Gassen einer Stadt, nun lief ich über Feld, durch Tannen nun, durchschwamm den Waldteich, ward von einem Frosch {{Zeile|5}} hinabgezerrt, betrat ein dunkles Haus, stieg seine Treppen, stieg und stieg, zuletzt erblickt’ ich mich auf einem hohen Berg, von dem ich mich an einem langen Seil in eine Felsenschlucht hinunterließ... {{Zeile|10}} Dort sah ich einen jungen Adler stehn, de…“</title>
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		<updated>2026-02-15T06:27:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;poem&amp;gt; Ich wanderte, wer weiß, wie lange schon. Nun strich ich durch die Gassen einer Stadt, nun lief ich über Feld, durch Tannen nun, durchschwamm den Waldteich, ward von einem Frosch {{Zeile|5}} hinabgezerrt, betrat ein dunkles Haus, stieg seine Treppen, stieg und stieg, zuletzt erblickt’ ich mich auf einem hohen Berg, von dem ich mich an einem langen Seil in eine Felsenschlucht hinunterließ... {{Zeile|10}} Dort sah ich einen jungen Adler stehn, de…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich wanderte, wer weiß, wie lange schon.&lt;br /&gt;
Nun strich ich durch die Gassen einer Stadt,&lt;br /&gt;
nun lief ich über Feld, durch Tannen nun,&lt;br /&gt;
durchschwamm den Waldteich, ward von einem Frosch&lt;br /&gt;
{{Zeile|5}} hinabgezerrt, betrat ein dunkles Haus,&lt;br /&gt;
stieg seine Treppen, stieg und stieg, zuletzt&lt;br /&gt;
erblickt’ ich mich auf einem hohen Berg,&lt;br /&gt;
von dem ich mich an einem langen Seil&lt;br /&gt;
in eine Felsenschlucht hinunterließ...&lt;br /&gt;
{{Zeile|10}} Dort sah ich einen jungen Adler stehn,&lt;br /&gt;
des Schwingenpaar ein grausam zwängender,&lt;br /&gt;
zu einem Ring gebogner Pfeil umschloß.&lt;br /&gt;
Wer bist du? fragt’ ich ihn. Er aber schwieg&lt;br /&gt;
und sah mich nur voll trüber Trauer an&lt;br /&gt;
{{Zeile|15}} und wandte sich und führte schweigend mich&lt;br /&gt;
des Baches Bett hinauf, bis wo der Berg&lt;br /&gt;
aus krausverschlungnen Höhlen es entließ.&lt;br /&gt;
Ich kroch und watete. Ein Schein wie Blut&lt;br /&gt;
umrann des Tropfsteins wunderliche Pracht&lt;br /&gt;
{{Zeile|20}} und wuchs und wuchs, je mehr ich, nun allein,&lt;br /&gt;
der Höhle zu ins Innre mich verlor.&lt;br /&gt;
An einer Ecke endlich blieb mein Fuß&lt;br /&gt;
wie angewurzelt stehn. Da saß ein Zwerg,&lt;br /&gt;
wie ihn das Volk zum Nüsseknacken schnitzt&lt;br /&gt;
{{Zeile|25}} und wenn es seine Kinder schrecken will,&lt;br /&gt;
mit spitzen Augen, plattgedrückter Nas’,&lt;br /&gt;
pechschwarzem Haar, schiefschultrig, klapperdürr,&lt;br /&gt;
und einem teuflisch aufgefletschten Maul,&lt;br /&gt;
darein er eine niegesehne Art&lt;br /&gt;
{{Zeile|30}} blutroter Nüsse steckte und zerbiß.&lt;br /&gt;
Und jedesmal, wenn krachend einer der&lt;br /&gt;
herzförmigen Knackmandelkerne brach,&lt;br /&gt;
durchfuhr es mich, als würd’ mein eigen Herz&lt;br /&gt;
im Biß des mißgebornen Zwergs zerknackt.&lt;br /&gt;
{{Zeile|35}} Und wieder stieß ich ein &amp;quot;Wer bist du?“ aus -&lt;br /&gt;
da quoll ein Nebel auf und trug mich fort.&lt;br /&gt;
Und ruh- und planlos irrt ich wie vorher.&lt;br /&gt;
Und traf auf einem Steg ein junges Paar,&lt;br /&gt;
das scheuen Blickes mich vorüberließ,&lt;br /&gt;
{{Zeile|40}} und sah ein Weib aus einem Fenster sich&lt;br /&gt;
aufs Pflaster werfen und dort endigen,&lt;br /&gt;
und schritt durch einen Saal: da lag ein Mann,&lt;br /&gt;
die Stirn am Marmorsarg der toten Braut.&lt;br /&gt;
Und wieder stand des Adlers Bild vor mir,&lt;br /&gt;
{{Zeile|45}} doch diesmal einer Psyche ähnlicher:&lt;br /&gt;
Die lehnte schwermutvoll ihr blasses Haupt&lt;br /&gt;
zurück auf ihre pfeilumfesselten,&lt;br /&gt;
zu Tode matten, dunklen Fittiche.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ÜbersichtLYR|Nachlese zu Auf vielen Wegen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{InformationLYR&lt;br /&gt;
| Werkgruppe = Lyrik&lt;br /&gt;
| Werkbereich = Nachlese zu Auf vielen Wegen&lt;br /&gt;
| Zyklus = Träume&lt;br /&gt;
| Zyklusnummer = &lt;br /&gt;
| Titel = Der häßliche Zwerg&lt;br /&gt;
| Textanfang = Ich wanderte, wer weiß, wie lange schon&lt;br /&gt;
| Zitiert_aus = [[SA Band I Lyrik 1887-1905]], S. [[:Datei:Sa1-0193.png|193]], [[:Datei:Sa1-0194.png|194]]&lt;br /&gt;
| Zitiert_aus_raw = SA-01, 193-194&lt;br /&gt;
| Kommentar = [[SA Band I Lyrik 1887-1905]], S. [[:Datei:Sa1-0840.png|840]]&lt;br /&gt;
| Kommentar_raw = SA-01, 840&lt;br /&gt;
| Überlieferung = Einzelblatt, maschinenschriftlich, im Nachlaß&lt;br /&gt;
| Datierung = &lt;br /&gt;
| date_start = &lt;br /&gt;
| date_end = &lt;br /&gt;
| unsicher = true&lt;br /&gt;
| Erstdruck = [[Das Magazin für Litteratur]] 66 (1897) Sp. 434&lt;br /&gt;
| Gemeinfrei_seit = true&lt;br /&gt;
| Rezeptionen_künstlerisch = &lt;br /&gt;
| Rezeptionen_wissenschaftlich = &lt;br /&gt;
| Rezeptionen_Buchausgaben = &lt;br /&gt;
| Rezeptionen_weiteres = &lt;br /&gt;
| Kommentar_eigen = &lt;br /&gt;
| ID = LYR-SA-01-04-0002&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedicht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UweS</name></author>
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