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	<title>Der Abend/Volltext - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-16T15:05:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in CMO</subtitle>
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		<id>https://christian-morgenstern-online.de/cmo/index.php?title=Der_Abend/Volltext&amp;diff=15689&amp;oldid=prev</id>
		<title>UweS: Die Seite wurde neu angelegt: „Der Abend  (Grabmal des Lorenzo v. Μ.)  Sah ich dich nicht schon einmal, lichtloser Sinnierer?... Sah ich dich nicht schon viel vielemal?... Wenn ich des Tages Straße hinabgegangen und im Dämmer, trauriger Träume schwer, saß und hinaussann in Blut und Schatten und in die brechenden Blicke erstarrenden Lebens... Lagst du da nicht am Wegrand, den Rücken am letzten Meilenstein, schwer-lässig den Leib ellbogengestützt, aus überernsten, verschatteten…“</title>
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		<updated>2026-04-07T20:46:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Der Abend  (Grabmal des Lorenzo v. Μ.)  Sah ich dich nicht schon einmal, lichtloser Sinnierer?... Sah ich dich nicht schon viel vielemal?... Wenn ich des Tages Straße hinabgegangen und im Dämmer, trauriger Träume schwer, saß und hinaussann in Blut und Schatten und in die brechenden Blicke erstarrenden Lebens... Lagst du da nicht am Wegrand, den Rücken am letzten Meilenstein, schwer-lässig den Leib ellbogengestützt, aus überernsten, verschatteten…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Abend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Grabmal des Lorenzo v. Μ.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sah ich dich nicht schon einmal,&lt;br /&gt;
lichtloser Sinnierer?...&lt;br /&gt;
Sah ich dich nicht schon&lt;br /&gt;
viel vielemal?...&lt;br /&gt;
Wenn ich des Tages Straße&lt;br /&gt;
hinabgegangen&lt;br /&gt;
und im Dämmer,&lt;br /&gt;
trauriger Träume schwer,&lt;br /&gt;
saß und hinaussann&lt;br /&gt;
in Blut und Schatten&lt;br /&gt;
und in die brechenden Blicke&lt;br /&gt;
erstarrenden Lebens...&lt;br /&gt;
Lagst du da nicht&lt;br /&gt;
am Wegrand,&lt;br /&gt;
den Rücken&lt;br /&gt;
am letzten Meilenstein,&lt;br /&gt;
schwer-lässig den Leib&lt;br /&gt;
ellbogengestützt,&lt;br /&gt;
aus überernsten, verschatteten Augen&lt;br /&gt;
über des Irdischen Wandel&lt;br /&gt;
brütend?...&lt;br /&gt;
Warf ich mich da nicht&lt;br /&gt;
vor dich hin&lt;br /&gt;
und vergrub mich&lt;br /&gt;
in deine Augen&lt;br /&gt;
und ward mit dir eins&lt;br /&gt;
und brütete selber&lt;br /&gt;
aus ihren Höhlen&lt;br /&gt;
hinaus in die Landschaft?...&lt;br /&gt;
Und dann sah ich&lt;br /&gt;
noch einmal im Geist&lt;br /&gt;
die langen Menschenzüge des Tags&lt;br /&gt;
des Weges wallen,&lt;br /&gt;
wie sie dem Goldtor des Morgens&lt;br /&gt;
fröhlich entsprangen,&lt;br /&gt;
Blumen im Haar&lt;br /&gt;
und sorglosen Lachens voll;&lt;br /&gt;
wie der und jener&lt;br /&gt;
zu Staube dann glitt&lt;br /&gt;
und immer mehr&lt;br /&gt;
sanken, stürzten -&lt;br /&gt;
bis endlich der heiße Mittag&lt;br /&gt;
müdrastender Völker&lt;br /&gt;
schläfrige Lager fand.&lt;br /&gt;
Dann wieder Aufbruch,&lt;br /&gt;
klingendes Spiel,&lt;br /&gt;
neue Siege der Kraft,&lt;br /&gt;
neue Opfer.&lt;br /&gt;
Wohin zogen sie aus,&lt;br /&gt;
die Morgenscharen?&lt;br /&gt;
Wo winkt ihr Ziel?&lt;br /&gt;
Wohin leuchten&lt;br /&gt;
aufblitzende Sterne?&lt;br /&gt;
Dort liegt es -:&lt;br /&gt;
Ein dunkles Tor,&lt;br /&gt;
drin alle verschwinden,&lt;br /&gt;
langsam,&lt;br /&gt;
auf ewig.&lt;br /&gt;
Laß mich!&lt;br /&gt;
Aus deinen kalten,&lt;br /&gt;
unsterblichen Augen&lt;br /&gt;
kann ich nicht länger schaun:&lt;br /&gt;
denn unendliches Weinen&lt;br /&gt;
drängt mir empor, -&lt;br /&gt;
und es sinken erbarmungsvoll&lt;br /&gt;
Tränen der Schwermut&lt;br /&gt;
wie Schleier&lt;br /&gt;
zwischen den Sterblichen&lt;br /&gt;
und das Bild&lt;br /&gt;
seines grausamen Schicksals.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UweS</name></author>
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